Im Rauschen des Alltags vergisst man oft, wie privilegiert das eigene Leben eigentlich ist. Um sich dessen bewusst zu werden und anderen Menschen etwas davon zurückzugeben, wird soziales Engagement an unserer Schule großgeschrieben. Zwei beeindruckende Spendenprojekte für Familien in Nigeria haben gezeigt, wie viel unsere Schulgemeinschaft gemeinsam bewegen kann:
Drei Schüler des neunten Jahrgangs stießen eher zufällig auf die Organisation „Go to Help“ und schnell wurde ihnen klar, wie unterstützenswert dieses Projekt ist. Mit Unterstützung ihrer Lehrkräfte bereiteten sie eine Präsentation vor und stellten ihren Mitschülerinnen und Mitschülern das Projekt „Hilfspakete“ vor. Jedes Paket kostet lediglich 10 Euro und enthält lebenswichtige Lebensmittel, die Familien in Nigeria direkt zugutekommen. Ein besonderer Anreiz bestand darin, dass die Schülerinnen und Schüler, die das Projekt präsentierten, die gespendeten Pakete mit ihren eigenen Namen versehen durften. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Insgesamt kamen 1.080 Euro zusammen – genug, um 108 Hilfspakete zu finanzieren. Um den Klassen anschaulich zu zeigen, was ein solches Paket enthält, wurde auch ein Original-Hilfspaket vorgestellt. So wurde greifbar, welche konkrete Hilfe bereits mit einem vergleichsweise kleinen Betrag möglich ist.
Die Begeisterung und Solidarität der älteren Schülerinnen und Schüler sprang auch auf die jüngeren Jahrgänge über: Der IRU-Kurs der Klasse 5 setzte ebenfalls ein besonderes Zeichen. Im Unterricht beschäftigten sich die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler mit dem sogenannten „Ziegenprojekt“. Dabei erfuhren sie, dass ein Ziegenpaar im Wert von 150 Euro einer Familie in Nigeria eine nachhaltige Lebensgrundlage sichern kann. Die Tiere liefern Milch zur Ernährung der Familie und ermöglichen durch die Zucht von Nachwuchs zusätzliche Einnahmen, beispielsweise für Schulgebühren oder medizinische Versorgung. Mit viel Kreativität und Herz gaben die Schülerinnen und Schüler ihrem gespendeten Ziegenpaar sogar Namen: „Bob“ und „Bobina“. So wurden die beiden Ziegen zu ganz besonderen Botschaftern der Solidarität.
Ob durch Lebensmittelpakete oder die tierischen Hoffnungsträger „Bob und Bobina“ – unsere Schülerinnen und Schüler haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie nicht nur ihren eigenen Lebensalltag im Blick haben. Mit Empathie, Verantwortungsbewusstsein und großem Engagement setzen sie sich für Menschen ein, die Unterstützung benötigen. Darauf können wir als Schulgemeinschaft stolz sein.