Was passiert, wenn ein Elefant Zahnschmerzen hat? Natürlich muss er die Zähne putzen. Doch herkömmliche Zahnpasta reicht nicht aus, um einem großen Elefanten zu helfen. Und so begaben sich die Besucherinnen und Besucher unseres Experimentiertages in den Zauber der Chemie: Drei einfache Zutaten, gemischt nach Anleitung, brachten die Magie zum Vorschein. Sekunden später ging es wild und bunt zu: Aus dem Chemieraum stieg eine spektakuläre Schaumparty empor – der Elefant hatte schließlich seine Zähne sauber! Dieses Erlebnis zeigte eindrucksvoll, wie Chemie greifbar wird, wenn man sie selbst erlebt.
Nicht nur dieses bekannte Experiment begeisterte am Samstag, dem 21. Februar, die Gäste unseres Chemietages. Zwei Stunden lang verwandelte sich das Schulzentrum Buchheim in ein lebendiges Mitmachlabor. Neben der Elefantenzahnpasta entstanden auch Kosmetika und Spielzeuge – alles selbst hergestellt, getestet und mit dem eigenen Namen versehen. Unter sicheren Bedingungen, geschützt durch Handschuhe, durften die jungen Forscherinnen und Forscher eigenständig erkennen, ausprobieren und staunen. Professionelle Begleitung durch Lehrkräfte und engagierte Schülerinnen und Schüler stand dabei jederzeit bereit.
Aus funkelnden Pigmenten, einfachen Reagenzien und viel Entdeckerwille entstanden Zaubersand und Knetseife. Kosmetik wie Lippenpflege und Creme wurde von den Kindern ebenfalls eigenständig hergestellt. Der Tag bot reichlich Spiel, Spaß und greifbare Ergebnisse – denn jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer durfte am Ende seine eigenen Produkte mit nach Hause nehmen.
Chemie zeigte sich als Labor der Sinne: weniger Magie, mehr Logik, doch mit jeder Messung kamen die Teilnehmenden dem Verständnis chemischer Zusammenhänge näher. Hinter diesem praxisnahen und handlungsorientierten Erlebnis steht die Idee, Naturwissenschaften begreifbar zu machen und eine Grundlage für ein vertieftes naturwissenschaftliches Verständnis zu legen. Die katalytische Zersetzung von Wasserstoffperoxid durch Kaliumiodid mag auf den ersten Blick spektakulär wirken – doch hier ging es darum, diese Prinzipien sicher, anschaulich und greifbar zu erleben. Wir hoffen, dass die jungen Chemikerinnen und Chemiker das Gelernte ins nächste Jahr mitnehmen und weiter neugierig bleiben.